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Gib
mir noch Zeit
Ich spüre heute deine Worte,
wie sonst nichts so tief in mir.
Du bist mir nah an diesem Orte,
durch die Zeilen, die ich hört' von dir.
Ich hab gezittert und geweint,
obgleich die Worte lieblich klangen.
Ich wünscht mir sehr, wir wär'n vereint,
ich stell zurück all mein Verlangen.
Du bist ein Mann, der mich verführt,
zu höheren Gefühlen,
doch ebenso bin ich verwirrt,
was du kannst für mich fühlen.
Du liebst so intensiv das Licht,
du liebst die Stille und das Meer,
Ich kann dir geben all das nicht,
ich bin nur ich, und doch nicht mehr.
Niemals mehr mag ich bestreiten,
dass es für dich Liebe ist.
Ich werd's dir sagen, gewiss, beizeiten,
dass du Erfüllung für mich bist.
Doch Angst ergreift mich dann und wann,
wenn du von dieser Liebe sprichst,
ich weiß, dass ich es auch bald kann,
wenn du nicht vorher mit mir brichst.
(Ich brauche dich, das ist mir klar,
wie niemanden zuvor,
ich will dich spür'n mit Haut und Haar,
doch hab ich Angst davor.)
Ich bitte dich, die Angst nimm mir,
doch lass mir dafür Zeit,
mein Herz, das möchte ich schenken dir,
noch bin ich nicht dazu bereit.
Ich verlange viel von dir,
doch, Liebster, es wird sich lohnen,
denn in meinem kleinen Herzen hier,
wirst dann du für immer wohnen.
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